Futter will verdient sein - Iam not a dog! - Doc & Phoebe Mäuse

Futter will verdient sein - I`am not a dog!

In der freien Natur fällt unseren kleinen Jägern das Essen natürlich nicht einfach so in den Futternapf, vor die Füße oder wird sogar von der Hand in den Mund gegeben. Da muss stundenlang gesucht, vorsichtig angepirscht und dann ruck zuck zugeschlagen werden. Das in den eigenen Vier Wänden nachzustellen, stellt sich für uns als äußerst schwierig da. Okay, es gibt genug Zoohandlungen wo es Mäuse zu kaufen gibt, aber wer kommt den auf so dumme Ideen. Na gut, die Katze hätte vielleicht ihren Spaß eine Maus in der Wohnung zu jagen. Aber das anschließende "Massaker" sauber machen zu müssen ist glaube ich nicht so toll und für die Maus ist es ohne jegliche Fluchtmöglichkeit auch Tierquälerei. Im schlimmsten Fall entdeckt die Katze genau an diesem Tag ihre pazifistische Ader (weiß man bei einer Katze ja nie, wie die tickt) und beide werden Freunde. Dann hat der Dosenöffner ganz andere Probleme als die Beschäftigungstherapie für die Katze.

Aber Spaß bei Seite, das geht natürlich nicht und es müssen Alternativen her. Um das Schlingen zu unterbinden, habe ich ja schon etwas in einem anderen Artikel geschrieben (Schlingen ist ungesund vom 14.04.2020), was nach wie vor so wie dort beschrieben funktioniert. Aber da bekommen die kleinen Samtpfoten auch alles einfach nur hingestellt. Kein Spaß, keine Jagd und kein Spiel. Also habe ich etwas im Internet gestöbert und in den USA eine cooles Produkt gefunden, welches auch sehr gut angenommen wurde.

Doc & Phoebe Interaktiver Futterspender


Der Doc & Phoebe Futterspender wurde in den Staaten von Veterinären entwickelt. Er soll den Jagdinstinkt der Katzen ansprechen und somit das natürliche Verhalten der Samtpfoten fördern und sie artgerecht beschäftigen. 

Befüllen, verstecken, jagen und spielen. Einfaches System! (Quelle: Amazon)


Dabei ist das Prinzip ziemlich simpel. Der Futterspender besteht aus einem Kunststoffinnenleben (Spülmaschinenfest) und einer Hülle aus Stoff, welche wie eine Maus aussieht und sogar kleine süße Öhrchen hat.
Okay, eine graue Maus mit blauen Ohren, aber ich denke das ist egal. In den Staaten bekommt man auch andere Hüllen zu kaufen, in Deutschland habe ich da noch keine gefunden. Hier gibt es lediglich die Standardversion im Handel. Diese ist aber völlig ausreichend und bereitet den Stubentigern ein ordentliches Jagdvergnügen. 



Die Doc & Phoebe Mäuse in der Praxis

Beim Auspacken der Mäuse war ich positiv überrascht, dass sie nicht nach Kunststoff oder ähnlichen Dingen gerochen haben. Das fand ich schon mal sehr gut. Wie oben auf dem Bild zu sehen ist, liegt dem Paket eine Füllhilfe bei, mit der sich das Trockenfutter problemlos in die Mäuse füllen lässt. Die Hülle der Mäuse ist aus robustem Stoff, in welchen hemmungslos gekrallt und gebissen werden kann. Alles in Allem also sehr gut durchdacht. Ich persönlich finde die Löcher etwas groß, weshalb ich sie mit Frischhaltefolie verkleinert habe. Unser Trockenfutter ist ziemlich klein, das fällt sonst beim ersten Drehen alles raus und es soll ja schon eine Weile dauern, bis die Maus leer ist.

Unsere Mäuse im Expertenmodus ;-)


Unsere Katzen sind mittlerweile so getriggert, wenn ich die Mäuse fülle weichen sie mir nicht mehr von der Seite, da sie ja sehen wollen wo ich die Mäuse verstecke. Anfangs blieben sie bei der ersten Maus stehen und haben die sofort bearbeitet, so das ich die anderen in Ruhe verstecken konnte. Mittlerweile klappt das nicht mehr. Sie laufen bis zum Ende mit. Das ist natürlich nicht der Sinn der Sache, weshalb ich dann meistens versuche sie mit ein paar Leckerchen abzulenken und in der Zwischenzeit die Mäuse versteckt werden. Klappt mal gut und mal schlecht, aber die Zwei sind auf jeden Fall beschäftigt.



Unsere Katzen sind ganz wild auf die Dinger und hatten auch schnell raus, dass da Futter drin ist. Am Anfang muss man öfter mal mit den Mäusen rascheln, damit die kleinen Jäger hören, dass es Etwas im Inneren der Futterspender zu holen gibt. Aber wenn sie das erst ein Mal verstanden haben, gibt es kein Halten mehr. Unsere Mäuse halten jetzt schon über ein Jahr und es sind noch alle Ohren dran.

Eine Futtermaus in ihrem Versteck.


Tipp

Da unsere heimischen Katzen in der Regel nicht völlig verblödet sind merken Sie sich gerne die üblichen Plätze die wir als Verstecke auswählen. Diese werden dann gezielt angelaufen und nach wenigen Minuten ist das ganze auch leider schon vorbei. Von daher immer mal wieder neue Verstecke suchen oder auch bauen. So können die Mäuse auch gerne mal in den Tiefen eine Bücherregals verschwinden oder unter Schränken liegen. Dies sorgt dann häufig dafür, dass die kleinen Futterspender erst nach Stunden gefunden und erlegt werden. 
Beim Verstecken sollte man aber auch immer darauf achten, dass keine zerbrechlichen Gegenstände im Umkreis der verstecke sind. Denn wenn der Spiel- und Jagdtrieb erst mal so richtig aufflammt, dann geht die Vorsicht mit den umliegenden Dingen leider den Bach runter.

Egal wo die Mäuse versteckt werden...


Ein entkommen ist ausgeschlossen.

Und nach der Jagd müssen die großen Jäger erstmal Ruhen! ... So ca. 22h

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